

Rund um das Rauchen

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Letzte Aktualisierung:08 Juni 2010
Nikotin ist bei Zimmertemperatur eine farblose, ölige Flüssigkeit, die sich an der Luft schnell Braun verfärbt und sich im Wasser auflösen kann. Das Nikotin wird in den Wurzeln der Tabakpflanze gebildet. Bei zunehmender Reife wandert das Nikotin in die Blätter, dort dient es als natürliches Insektizid. Reines Nikotin wurde früher als Pestizid eingesetzt, was jedoch seit den anfängen der 70er Jahre verboten ist.
Durch das Inhalieren von Tabakrauch, gelangt das Nikotin über die Mundschleimhaut und Lunge in den Blutkreislauf. Es fördert die Ausschüttung von Adrenalin und den Neurotransmitter Dopamin und Serotonin. Nikotin erhöht den Herzschlag und bewirkt gleichzeitig eine Verengung der peripheren Blutgefässe. Durch dieses Zusammenspiel wird der Blutdruck erhöht und die Hauttemperatur nimmt ab.
Nikotin hat ein höheres Suchtpotenzial als Alkohl. Schon die gierigsten Mengen können schon eine Sucht auslösen. Durch seine geringe Halbwertzeit, fällt der Nikotinspiegel im Körperkreislauf rasch wieder ab und der nächste Schub Nikotin wird dann wieder nötig.
Viele Raucher sind der Meinung, das das Rauchen einer Zigarette Stress bewältigen kann. Genau das Gegenteil ist hier der fall. Rauchen erhöht eher den Stress. Vielmehr ist es so, das das Rauchen einer Zigarette die Spannung wieder aufhebt, die vorher durch ein Sinken des Nikotinspiegels aufgebaut wurde. Raucher brauchen jedoch bald wieder eine Zigarette, um diese Entzugssymptome zu bekämpfen.